Hinweis zur Pressemitteilung vom 5. Mai 2009: Diese Seite ist eine heutige deutschsprachige Einordnung und nicht die ursprüngliche Pressemitteilung. Die archivierte englische Originalfassung (PDF) ist im Internet Archive verlinkt. Historische Herstellerangaben sind im Beitrag entsprechend gekennzeichnet.
Die Snyper One wurde 2009 als Sportchronograph mit markanter Gehäusegestaltung vorgestellt. Eine auf den 5. Mai 2009 datierte Pressemitteilung von Snyper SA beschreibt das Modell, sein Automatikwerk und ein Befestigungssystem für zusätzliche Module. Sie bildet die Grundlage dieses historischen Modellporträts.
Die folgenden technischen Daten sind damalige Herstellerangaben. Der Beitrag ordnet die Unterlagen ein; ein praktischer Test der Uhr liegt ihm nicht zugrunde.
Technische Daten laut Pressemitteilung von 2009
| Merkmal | Historische Herstellerangabe |
|---|---|
| Modell | Snyper One |
| Werk | Automatischer Chronograph, Kaliber 7755 S |
| Gangreserve | 48 Stunden |
| Gehäuse | Stahl, 44 mm, mattschwarze PVD-Beschichtung |
| Lünette | Feststehend |
| Gehäuseboden | Sichtboden aus Saphirglas mit Zielscheibengravur |
| Wasserdichtheit | Mit 100 m angegeben |
| Armband und Schließe | Kautschukband; Stahlschließe mit mattschwarzer PVD-Beschichtung |
| Preisangabe von 2009 | 6.950 CHF einschließlich 7,6 % Mehrwertsteuer |
Das Kaliber 7755 S und sein Aufzugsrotor
Snyper bezeichnete das Kaliber 7755 S als Weiterentwicklung des 7750. Die Pressemitteilung hebt vor allem seine Gestaltung hervor: einen skelettierten, mattschwarz PVD-beschichteten Aufzugsrotor, die rote Snyper-Signatur und blaue Schrauben. Welche technischen Änderungen gegenüber dem 7750 vorgenommen wurden, erläutert sie nicht im Einzelnen.
Die Bezeichnung „skelettiert“ bezieht sich hier auf den Aufzugsrotor. Daraus lässt sich kein vollständig skelettiertes Uhrwerk ableiten. Für die Gangreserve nennt das technische Datenblatt 48 Stunden; Messwerte zu Ganggenauigkeit oder Gangreserve enthält die Unterlage nicht.
Gehäuse, Zifferblatt und Befestigungsstangen
Das 44-mm-Stahlgehäuse ist in der Pressemitteilung mit einer mattschwarzen PVD-Beschichtung beschrieben. Die Lünette ist feststehend. Als gestalterische Inspiration nennt Snyper unter anderem das Tarnkappenflugzeug F117. Auch Krone, Chronographendrücker und Zielscheibenmotive werden in dieser militärisch geprägten Formensprache erklärt.
Ein auffälliges Konstruktionsdetail sind zwei Befestigungsstangen aus Stahl auf der Gehäuseseite bei 8 und 10 Uhr. Sie sollten das Anbringen zusätzlicher Module ermöglichen. Die Unterlage beschreibt damit das Befestigungskonzept, liefert aber keinen Nachweis dafür, welche Module tatsächlich ausgeliefert wurden oder zum Lieferumfang einer bestimmten Uhr gehörten.
Für das schwarze Zifferblatt nennt das Datenblatt schwarze, mit Luminova behandelte Zeiger sowie einen roten Chronographenzeiger. Die Beschreibung auf Seite 2 erwähnt außerdem eine Tages- und Datumsanzeige. Jedes Gehäuse sollte eine individuelle Nummer tragen; eine konkrete Gesamtauflage lässt sich aus dieser Angabe nicht ableiten.
Armband, Schließe und Tragbarkeit
Die Snyper One wird mit einem Kautschukband und einer passend zum Gehäuse mattschwarz PVD-beschichteten Stahlschließe beschrieben. Seitlich sollte die Schließe das Snyper-Logo tragen. Den genauen Schließentyp nennt der Text nicht.
Für eine Einschätzung am Handgelenk reicht der Durchmesser von 44 mm allein nicht aus. Gehäusehöhe, Abstand zwischen den Bandanstößen und Gewicht werden in dieser Pressemitteilung nicht angegeben. Aussagen über den Tragekomfort oder die Eignung für einen bestimmten Handgelenkumfang wären daher ohne weitere Maße und praktische Prüfung verfrüht.
Verfügbarkeit, Preis und heutiger Zustand
Im Mai 2009 kündigte Snyper die Verfügbarkeit erster Exemplare für Juni desselben Jahres an. Das ist eine damalige Ankündigung, kein Beleg für konkrete Auslieferungstermine. Ebenso dokumentieren die genannten 6.950 CHF einschließlich 7,6 % Mehrwertsteuer den damaligen Herstellerpreis und keinen heutigen Marktwert.
Auch die Angabe von 100 m Wasserdichtheit gehört zu den historischen Spezifikationen. Sie bestätigt nicht die heutige Dichtheit eines gebrauchten Exemplars. Für dessen Zustand sind die konkrete Uhr, ihre Wartung und eine aktuelle Prüfung entscheidend.
Quelle und Einordnung
Primärquelle: Snyper SA, „Snyper, the stealth recognition object“, englische Pressemitteilung, Genf, 5. Mai 2009, Seiten 1–3. Archivierte PDF-Fassung im Internet Archive (Archivzeitpunkt laut URL: 17. Juni 2009).
Dieses Modellporträt ist eine neue redaktionelle Auswertung historischer Herstellerunterlagen. Das heutige Magazin tritt nicht als Hersteller oder offizieller Kundendienst der historischen Uhrenmarke auf.
Weiterführende Grundlagen
- Chronograph bedienen: Start, Stopp und Nullstellung – allgemeine Grundlagen zur Bedienung, keine spezielle Anleitung für dieses historische Modell.
- Uhrengröße am Handgelenk: Durchmesser, Lug-to-Lug und Sitz – eine Hilfe, um Größenangaben und Passform einzuordnen.
Pflege und Kalendereinstellung
Zur beschriebenen PVD-Oberfläche passt unser Ratgeber Schwarze PVD-Uhr pflegen: Reinigen und Kratzer einordnen. Er erläutert schonende Pflege und die Grenzen abrasiver Politur; die heutige Dichtheit eines einzelnen Exemplars lässt sich daraus nicht ableiten.
Der Beitrag Datum und Wochentag einstellen: Sperrzeiten und Tageshälfte erklärt den Unterschied zwischen Schnellkorrektur und Zeiteinstellung anhand anderer Herstelleranleitungen. Die dort genannten Sperrzeiten und Bedienschritte sind keine spezifische Anleitung für das hier beschriebene Snyper-Kaliber 7755 S.
[…] mit Kalenderanzeigen; eine Chronographenfunktion wird in diesem Modellabschnitt nicht genannt. Die Snyper One von 2009 ist dagegen in der damaligen Herstellerunterlage als Chronograph dokumentiert. Die beiden […]
[…] Snyper One von 2009 wird in ihrer damaligen Pressemitteilung mit dem Kaliber 7755 S beschrieben. Daraus folgt keine […]
[…] Archive zur Snyper One von 2009 und zur Snyper One Vintage behandeln die damaligen Modellangaben. Aus einer ähnlichen […]
[…] PVD erscheint unter anderem in den historischen Angaben zur Snyper One von 2009 und zur Snyper Two Orange Edition. Diese Archivbeiträge beschreiben damalige Ausführungen; sie […]