Submariner 124060 oder 126610LN: Datum, Lupe und Bedienung

Beide sind 41 mm große Submariner-Modelle mit Oyster-Band und Glidelock. Der praktische Unterschied liegt im Kalender, im Glas über der Datumsanzeige und in der Belegung der Krone. Der Vergleich ordnet die beiden Originalreferenzen für den Alltag ein.

Die Submariner 124060 zeigt die Uhrzeit ohne Kalender; die 126610LN ergänzt ein Datum mit Zykloplupe. [1–2] Im Alltag bedeutet das eine zusätzliche Information, aber auch eine zusätzliche Einstellung nach einem längeren Stillstand. Welches Modell besser zu Ihnen passt, hängt deshalb vor allem davon ab, ob Sie das Datum am Handgelenk tatsächlich nutzen.

Dieser Vergleich behandelt die originalen Konfigurationen m124060-0001 und m126610ln-0001. Die verbreitete Bezeichnung „No Date“ meint hier die 124060; Rolex führt sie schlicht als Submariner. Die 126610LN heißt Submariner Date. [1–2] Modellangaben stammen von Rolex, die Hinweise zur Auswahl aus der Redaktion. Ein eigener Trage- oder Zuverlässigkeitstest ist damit nicht verbunden.

Die Unterschiede auf einen Blick

Merkmal [1–2]124060126610LN
DatumsanzeigeKeineBei 3 Uhr, mit Schnellkorrektur
Glas über dem DatumKeine ZykloplupeZykloplupe
Rolex-Kaliber32303235
Gehäusedurchmesser41 mm41 mm
Band und SchließeOyster, Oysterlock, GlidelockOyster, Oysterlock, Glidelock
Lünettenskala60 Minuten, einseitig drehbar60 Minuten, einseitig drehbar

Die gemeinsame Ausstattung hilft beim Einordnen: Die 124060 ist in diesem Vergleich nicht die kleinere Gehäusevariante. Und das Datum macht aus der 126610LN keine andere Art von Zeitmessinstrument. Wer vor allem zwischen diesen beiden Modellen entscheidet, sollte den Kalender und seine Bedienung zunächst getrennt von der Passform betrachten.

Die erste gezogene Kronenstufe hat eine andere Funktion

Die gemeinsame Serienanleitung trennt die Bedienung beider Modelle ausdrücklich. Position 0 bezeichnet die verschraubte Krone, Position 1 die gelöste, noch nicht herausgezogene Krone. Erst danach folgen die gezogenen Raststufen. [3]

Zustand der Krone [3]124060126610LN
Gelöst, nicht gezogenHandaufzug, Position 1Handaufzug, Position 1
Erste gezogene RaststufeUhrzeit, Position 2; SekundenstoppDatum, Position 2; Werk läuft weiter
Zweite gezogene RaststufeNicht vorgesehenUhrzeit, Position 3; Sekundenstopp

Bei der originalen 124060 gibt es damit keine zusätzliche ungenutzte Datumsstellung. Wer von der Date wechselt, darf deren zwei gezogene Stufen nicht erwarten. Umgekehrt stellt die erste gezogene Stufe der 126610LN nicht die Uhrzeit ein. [3] Eine ungewohnte Krone nicht mit mehr Zugkraft in eine vermeintlich fehlende Position bringen.

Nach einer Tragepause: Was muss neu eingestellt werden?

Ist die Uhr stehen geblieben, lautet die Kurzfolge bei der 124060: aufziehen, Uhrzeit einstellen, Krone sorgfältig verschrauben. Bei der 126610LN kommt die Kalenderzuordnung hinzu: zunächst die Uhrzeit mit richtiger Tageshälfte, danach die Datumszahl. Die Krone nicht unter Wasser bedienen. [3] Den vollständigen Ablauf erläutert Datum und Uhrzeit der Submariner 126610LN einstellen.

Ein gedankliches Beispiel: Sie wechseln am Montagmorgen von einer anderen Uhr zur stehen gebliebenen Submariner. Bei der 124060 ist nach der Zeiteinstellung kein Kalender mehr abzugleichen. Bei der Date sollte die sichtbare Zahl zum Montag gehören und der nächste Datumswechsel nachts erfolgen. Eine passende Zahl allein zeigt noch nicht, ob die Uhr intern auf Vormittag oder Nachmittag steht.

Das ist ein Unterschied im Bedienaufwand, keine Aussage über die Qualität der beiden Werke. Aus dem fehlenden Kalender leiten wir weder eine längere Lebensdauer noch geringere Servicekosten oder eine bessere Ganggenauigkeit ab. Dafür wären andere Daten nötig als die hier betrachteten Modellbeschreibungen.

Datum und Zykloplupe bei der Anprobe beurteilen

Die Zykloplupe der 126610LN vergrößert die Datumsanzeige; bei der 124060 entfällt dieses Element. [1–2] Ob Sie die zusätzliche Anzeige als hilfreich oder das Zifferblatt ohne Datum als angenehmer empfinden, ist eine Frage Ihrer Nutzung und Wahrnehmung.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie bei einer Anprobe zuerst aus Ihrer üblichen Leseposition auf die Uhr, nicht nur senkrecht auf ein Produktfoto. Lesen Sie Uhrzeit und gegebenenfalls Datum, drehen Sie den Unterarm leicht und wiederholen Sie den Blick unter anderem Licht. So beurteilen Sie die für Sie wichtigen Blickwinkel. Ein einzelnes Frontalfoto liefert dafür nur einen Ausschnitt.

Notieren Sie anschließend konkret, was auffällt: etwa „Datum beim Arbeiten schnell gefunden“ oder „bevorzuge die Ansicht ohne Lupe“. Solche Beobachtungen sind für die eigene Auswahl hilfreicher als eine allgemeine Behauptung, eines der Zifferblätter sei grundsätzlich besser ablesbar.

41 mm ersetzen keine Prüfung von Band und Schließe

Rolex nennt für beide Konfigurationen 41 mm und dieselben Band- und Schließenbezeichnungen. [1–2] Daraus folgt keine eigene Messung sämtlicher Außenmaße und auch keine Freigabe zum Tausch von Komponenten.

Vergleichen Sie die Uhren mit passend eingestelltem Band. Achten Sie auf den Sitz der Schließe beim Tippen, den Übergang vom Gehäuse zum Band und mögliche Kontaktstellen bei gebeugter Hand. Ein locker angelegtes Exemplar lässt sich nicht sinnvoll gegen ein bereits passend gekürztes beurteilen. Die Leitfäden zu Uhrengröße, Lug-to-Lug und Sitz sowie Glidelock und Easylink erläutern diese getrennten Einstellfragen.

Drei Fragen für die Auswahl

  • Nutzen Sie das Datum am Arm? Denken Sie an konkrete Situationen wie Terminnotizen oder Formulare. Wenn Sie ohnehin an anderer Stelle nachsehen, ist der zusätzliche Kalender für diesen Ablauf weniger entscheidend.
  • Wie häufig wechseln Sie die Uhr? Häufige Wechsel können bedeuten, dass ein stehen gebliebenes Exemplar öfter neu eingestellt wird. Beurteilen Sie, ob der zusätzliche Kalenderabgleich für Sie relevant ist.
  • Welche Ansicht bevorzugen Sie nach der Anprobe? Trennen Sie die optische Vorliebe für Datum oder kein Datum vom tatsächlichen Sitz. Eine angenehm eingestellte Schließe beantwortet eine andere Frage als die Gestaltung des Zifferblatts.

Grenzen des Vergleichs bei Repliken

Ein fehlendes Datumsfenster beweist nicht, welches Werk in einer Replik verbaut ist. Auch die Kronenbelegung muss zur konkreten Version passen. Für ein VSF-Exemplar wären dafür Werk- und Versionszuordnung sowie datierte Aufnahmen der Kronenstellungen und Zeigerreaktionen nötig; solche Aufzeichnungen liegen diesem Beitrag nicht vor. Die hier beschriebenen Originalfunktionen sind deshalb keine bestätigten Eigenschaften einer angebotenen Replik.

Quellen und Einordnung

Offizielle Quellen geprüft am 19. Oktober 2026. Alltagsszenario und Auswahlfragen sind redaktionelle Erläuterungen. Eigene Messungen, Bedienungstests oder Aussagen über den Zustand eines einzelnen Exemplars sind nicht Bestandteil dieses Vergleichs.

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