Tudor Black Bay P01 70150: Lünette entriegeln und Stunden ablesen

Die Black Bay P01 verriegelt ihre drehbare Lünette über ein Endelement bei 12 Uhr. Wir erklären die Bedienfolge und zeigen, wie die 12-Stunden-Skala mit dem Stundenzeiger gelesen wird.

Bei der Tudor Black Bay P01 wird die Lünette zuerst entriegelt; die verstrichene Zeit liest man anschließend mit dem Stundenzeiger ab. Dafür ist das bewegliche Endelement oberhalb des Zifferblatts zuständig. [2] Wer von einer üblichen Minutenlünette kommt, sollte deshalb sowohl den Handgriff als auch den ablesenden Zeiger bewusst wechseln.

Geltungsbereich: Dieser Beitrag behandelt die originale Black Bay P01, Referenz 70150, wie sie Tudor 2019 dokumentierte: 42-mm-Stahlgehäuse, Krone bei 4 Uhr und eine beidseitig drehbare Lünette mit 12-Stunden-Skala. [1] Die Anleitung betrifft diese Konstruktion, unabhängig davon, ob ein einzelnes Exemplar heute neu oder gebraucht angeboten wird.

Das Endelement öffnen und die Lünette einstellen

Die deutsche Gebrauchsanweisung nennt diese Reihenfolge speziell für die P01. [2, S. 20–21] Zum Kennenlernen empfehlen wir, die Uhr abzulegen und die Stellung von Endelement und Lünette in Ruhe anzusehen.

  1. Entriegeln: Auf die Spitze des beweglichen Endelements bei 12 Uhr drücken, um es zu öffnen.
  2. Einstellen: Bei geöffnetem Endelement die Lünette in die gewünschte Stellung drehen. Beide Drehrichtungen sind vorgesehen.
  3. Verriegeln: Das Endelement wieder schließen. [2]

Zum bloßen Verstellen der Lünette muss die Krone nicht herausgezogen werden. Falls sich der Ring bei geschlossenem Endelement nicht drehen lässt, zunächst die Verriegelung prüfen, statt mehr Kraft anzuwenden. Bleibt der Mechanismus auch nach dem vorgesehenen Öffnen blockiert, ist das kein Anlass zum Hebeln mit einem Werkzeug.

Beispiel: Drei Stunden seit dem Start ablesen

Für eine einfache Zeitspanne setzen Sie das Dreieck der Lünette als Startmarke zum Stundenzeiger. Das folgende Rechenbeispiel beginnt bewusst zu einer vollen Stunde: Um 10:00 Uhr steht der Stundenzeiger auf dem 10-Uhr-Index. Nach dem Entriegeln drehen Sie das Lünettendreieck genau dorthin und schließen das Endelement wieder.

Uhrzeit auf dem ZifferblattStellung des Stundenzeigers zur LünetteVergangene Zeit
10:00 UhrAn der gesetzten Startmarke0 Stunden
11:00 UhrBei der 11 Stunde
13:00 UhrBei der 33 Stunden

Der Minutenzeiger steht in allen drei Zeilen auf zwölf. Er kann daher in diesem Beispiel nicht unterscheiden, ob seit dem Start eine oder drei Stunden vergangen sind. Die relevante Bewegung ist die des Stundenzeigers relativ zur zuvor gesetzten Markierung.

Nach zwölf Stunden erreicht der Stundenzeiger dieselbe Position erneut. Bei unverändertem Startpunkt sehen drei und fünfzehn vergangene Stunden auf dieser Anzeige gleich aus. Für längere Abläufe notieren Sie deshalb die Startzeit und berücksichtigen vollständige Umläufe. Das Verdrehen der Lünette setzt keinen Zeiger zurück und speichert keine Messung.

Das allgemeine Prinzip einer verschobenen Startmarke erläutert unser Beitrag Drehlünette ablesen: verstrichene Zeit und Restzeit. Bei der P01 wird es hier auf Stunden angewendet.

60 Einkerbungen bedeuten keine 60-Minuten-Skala

Tudor nennt für die Lünette 60 Einkerbungen und eine 12-Stunden-Graduierung. [1, S. 5] Das sind unterschiedliche Beschreibungen: Die erste betrifft die Konstruktion, die zweite die Bedeutung der abgelesenen Zahlen. Aus der Zahl der Einkerbungen wird also keine Minutenanzeige.

Auch eine eigenständige 24-Stunden-Anzeige ergibt sich daraus nicht. Die dokumentierte P01 besitzt zentrale Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger sowie ein Datum, aber keinen zusätzlichen GMT-Zeiger. [1] Eine separat ablesbare Referenzzeit erklärt dagegen unser Artikel zur Tudor Black Bay GMT 79830RB: Uhrzeit und Datum einstellen.

Was das Endelement für den Alltag verändert

Für eine kurze Gedächtnisstütze ist vor allem die zusätzliche Bedienfolge relevant: Öffnen und Schließen gehören zu jeder bewussten Änderung der Startmarke. Wir würden die P01 deshalb nach dieser Handhabung beurteilen, nicht allein danach, ob ihr Gehäusedurchmesser zur bevorzugten Uhrengröße passt.

Die ursprüngliche Ausführung kombiniert bewegliche Stahlanschlüsse mit einem Hybridband aus Leder und Kautschuk. [1] Bei einer Anprobe lohnt sich zu prüfen, wo die Anschlüsse auf dem eigenen Handgelenk liegen und ob sich das Endelement gut erreichen lässt. Eine allgemeine Aussage über Druckstellen oder Tragekomfort lässt sich daraus ohne passendes Exemplar nicht ableiten.

Quellen und Einordnung

Quellen geprüft am 21. Oktober 2026. Die Zeitbeispiele und Hinweise zur Auswahl sind redaktionelle Erläuterungen; es liegt diesem Beitrag kein eigener Bedien- oder Tragetest zugrunde. Die beschriebenen Funktionen beziehen sich auf das Original und sind keine Zusage für ähnlich gestaltete Repliken.

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