Glidelock oder Easylink? Wer seine Bandlänge in kleinen Schritten verändern möchte, findet im hier beschriebenen Glidelock die feinere Abstufung. Wer zwischen einer engeren und einer weiteren Einstellung wechseln möchte, kann mit Easylink auskommen. Entscheidend ist, ob diese Einstellungen am eigenen Handgelenk passen – und ob die Grundlänge des Bands stimmt.
Vergleichsrahmen: Wir betrachten zwei originale Rolex-Konfigurationen: die Submariner Date 126610LN, m126610ln-0001, mit Oyster-Band und Oysterlock-Sicherheitsfaltschließe sowie die Datejust 36 126200, m126200-0002, mit Oyster-Band und Oysterclasp. Grundlage sind die jeweiligen Produktseiten und die dort verlinkten deutschen Anleitungen. Die Bedienhinweise und Verstellwege beziehen sich auf diese beiden Konfigurationen.
Die beiden Verstellungen im Vergleich
| Merkmal | Glidelock: gewählte Submariner | Easylink: gewählte Datejust |
|---|---|---|
| Prinzip | Bandende in mehreren Rastpositionen verschieben | Verlängerungselement aus- oder einklappen |
| Herstellerangabe zum Verstellweg | Bis zu circa 20 mm, in Schritten von circa 2 mm | Circa 5 mm zwischen kurzer und langer Einstellung |
| Werkzeug für diese Funktion | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich |
| Bedeutung im Alltag | Mehrere kleine Längenänderungen möglich | Schneller Wechsel zwischen zwei Längen |
Die Werte beziehen sich auf die ausgewählten Konfigurationen. Glidelock ist gerastet, nicht stufenlos. Auch steht der Name nicht überall für denselben Verstellweg: Rolex nennt auf seiner allgemeinen Glidelock-Seite je nach Ausführung circa 15 oder 20 mm. Die Submariner-Angabe darf daher nicht pauschal auf Oysterflex-Bänder oder andere Schließen übertragen werden.
Glidelock an der Submariner einstellen
Die folgende Kurzfassung folgt der Submariner-Anleitung, gedruckte Seiten 16–17. Als praktische Vorbereitung empfehlen wir, die Uhr abzulegen und über einer weichen Unterlage zu halten.
- Den Sicherungsbügel hochklappen und die Faltschließe vollständig öffnen.
- Das bewegliche Bandende aus der Verzahnung lösen. Die Herstellerzeichnung zeigt dazu eine Bewegung nach unten, weg von der Innenseite des Schließendeckels.
- Das gelöste Ende entlang der Führung bis zur passenden Position verschieben.
- Das Bandende wieder in die Rastung drücken. Anschließend Faltschließe und Sicherungsbügel schließen.
Unsere Empfehlung für die Anprobe: zunächst nur eine Raststufe ändern und den Sitz erneut beurteilen. Bleibt die Einstellung nicht sicher eingerastet oder schließt der Verschluss nicht vollständig, die Ursache prüfen lassen. Die Schließe nicht durch kräftigeres Zudrücken passend machen.
Easylink an der Datejust bedienen
Die Datejust-Anleitung zeigt auf den gedruckten Seiten 12–13 ein klappbares Verlängerungselement unter der Schließe. Für die längere Einstellung die Schließe öffnen, das bandseitige Element aus seiner Halterung lösen und die Verlängerung ausklappen. Für die kürzere Einstellung das Element wieder zusammenfalten. In beiden Einstellungen das Bandende wieder in der vorgesehenen Halterung einrasten lassen. Danach die Schließe schließen und den Sitz kontrollieren.
Die beiden Positionen unterscheiden sich um circa 5 mm. Dazwischen bietet diese Easylink-Funktion keine zusätzlichen Raststufen. Falls eine Ausführung weitere Einstellmöglichkeiten besitzt, sind diese separat zu betrachten; sie entstehen nicht durch halb geöffnetes Easylink. Die vollständige Bildfolge der passenden Anleitung ist unten verlinkt.
Welche Lösung hilft bei wechselndem Sitz?
Die folgenden Beispiele sind redaktionelle Entscheidungshilfen, keine Ergebnisse eines Vergleichstests. Beobachten Sie den Sitz zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei den üblichen Handbewegungen, statt allein von einer gemessenen Handgelenkweite auszugehen.
- Etwas mehr Platz reicht: Wenn eine kleine Längenänderung genügt, lässt sich die hier beschriebene Glidelock-Ausführung feiner abstimmen.
- Zwei Einstellungen passen gut: Wenn Easylink geschlossen angenehm sitzt und geöffnet die gewünschte zusätzliche Weite schafft, ist für diesen Zweck keine feinere Abstufung nötig.
- Eng drückt, weit rutscht: Liegt der passende Sitz zwischen den beiden Easylink-Positionen, zunächst die Grundanpassung prüfen lassen. Ein halb ausgeklapptes Element ist keine dritte Trageposition.
- Eine Schließenkante stört: Mehr Bandlänge allein muss das Problem nicht lösen. Auch die Lage der Schließe und die Verteilung der Bandglieder auf beide Seiten prüfen.
Bei der Anprobe lohnt sich außerdem der Blick auf Gehäusehöhe und Bandanstöße. Der Leitfaden Uhrengröße am Handgelenk: Durchmesser, Lug-to-Lug und Sitz hilft, diese Einflüsse von der reinen Bandlänge zu trennen.
Feinverstellung ersetzt nicht jede Grundanpassung
Beim Entnehmen oder Ergänzen von Bandgliedern wird die Grundlänge verändert. Die hier beschriebenen Verlängerungen verändern dagegen eine Einstellung an der Schließe. Ist das Band dauerhaft zu eng oder zu weit, sollte die Grundanpassung geprüft werden, statt eine ungeeignete Länge jeden Tag ausgleichen zu wollen. Für Arbeiten an verschraubten Gliedern ist dieser Beitrag keine Demontageanleitung.
Auch der verfügbare Spielraum hängt von der Ausgangsposition ab: Ein bereits weit ausgezogenes Glidelock bietet nicht noch einmal den gesamten angegebenen Verstellweg nach außen. Notieren Sie deshalb die gewählte Einstellung und wo noch Reserve vorhanden ist.
Für die Begriffe ergänzt unser Vergleich von Faltschließe und Dornschließe, warum Öffnen und Längenverstellung verschiedene Funktionen sind. Der Beitrag Uhrenarmband messen: Ansatzbreite, Länge und Schließenbreite erläutert getrennte Messstellen, vor allem an zweiteiligen Bändern. Er liefert keine universelle Größenformel für integrierte Metallbänder.
Unsere Empfehlung: VSF-Submariner mit Blick auf Band und Schließe
Für eine VSF-Submariner mit verstellbarem Metallband empfehlen wir diesen Einstieg: VSF Kaliber Angaben zu Submariner-Repliken und Glidelock. Die Übersicht trennt 40- und 41-mm-Generationen sowie Date und No-Date. Für die schwarze Date stehen dort beispielsweise 116610LN mit DD3135 und 126610LN mit DD3235 zur Auswahl.
Für diesen Beitrag ist vor allem der beschriebene QC-Umfang an SEL, Bandspiel, Oysterlock und Glidelock relevant. Wir empfehlen, zur ausgewählten Version ein kurzes Video der geöffneten Schließe und der Längenverstellung anzufragen: Welche Positionen sind vorhanden, wie wird das Bandende gelöst und wie wird es wieder sicher fixiert? Die Fotos oder das Video sollten die für den Versand vorgesehene Uhr zeigen.
Die oben beschriebenen Rolex-Handgriffe und Verstellwege gelten für die genannten Originalkonfigurationen. Bei einer VSF-Version sind die konkrete Schließenausführung und deren Bedienung maßgeblich. Die Submariner-Übersicht ist eine Empfehlung für die Glidelock-Seite dieses Vergleichs; für Easylink braucht es eine passend zugeordnete andere Konfiguration. Vor einem Teiletausch sind Bandanschluss und Befestigung separat zu prüfen.
Transparenzhinweis: Snyper Watches und VSF Kaliber gehören zum selben Betreiberumfeld. VSF Kaliber bietet Replik-Uhren an und ist kein autorisierter Rolex-Händler.
Quellen und Einordnung
- Rolex: Submariner Date 126610LN, m126610ln-0001 – Zuordnung von Oyster-Band, Oysterlock und Glidelock.
- Rolex: deutsche Submariner-Anleitung (PDF) – IMR-SUB-DE-20, 7.2020, gedruckte Seiten 16–17.
- Rolex: Datejust 36, 126200, m126200-0002 – Oyster-Band, Oysterclasp und Easylink.
- Rolex: deutsche Datejust-Anleitung (PDF) – IMR-DJ-DE-20, 7.2020, gedruckte Seiten 12–13.
- Rolex: Glidelock als Merkmal verschiedener Armbänder – unterschiedliche Verstellwege je nach Ausführung.
Die Rolex-Produktseiten und die dort verlinkten deutschen Serienanleitungen wurden am 16. Oktober 2026 ausgewertet. Die Hinweise zur Anprobe und Auswahl sind redaktionelle Erläuterungen. Die VSF-Submariner-Übersicht und die dort verlinkten Angebote für 116610LN und 126610LN wurden am 21. Oktober 2026 erneut gelesen.
[…] bedeutet also nicht automatisch Glidelock wie bei der zuvor behandelten Submariner. Der Beitrag Glidelock und Easylink: Unterschiede der Bandverstellung erklärt die Systeme anhand seiner dort ausdrücklich benannten Submariner- und […]
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