Rolex Submariner 116610LN und 126610LN: Gehäuse, Band und Passform

40 oder 41 mm entscheiden nicht allein über den Sitz. Der Vergleich der Submariner Date 116610LN und 126610LN trennt dokumentierte Modellangaben, Bandzuordnung und praktische Fragen für die Anprobe.

Die Submariner Date 116610LN wird mit 40 mm geführt, die 126610LN mit 41 mm. Daraus folgt noch nicht, dass die ältere Uhr am eigenen Arm angenehmer sitzt. Mit der 2020 vorgestellten Generation änderte Rolex auch die Gehäuseproportionen und das Armband. Für die Passform zählen deshalb der Übergang vom Gehäuse zum Band, die Beweglichkeit der ersten Glieder und die Lage der Schließe mit. [1–3]

Vergleichsrahmen: Dieser Beitrag behandelt die originalen schwarzen Submariner-Date-Ausführungen 116610LN und 126610LN mit Oyster-Band. Die aktuelle Rolex-Konfiguration ist m126610ln-0001. Zur älteren Referenz dient unter anderem der Sotheby’s-Katalogeintrag zu einer Uhr von circa 2016. Herstellerangaben, die Beschreibung dieses konkreten Auktionsobjekts und Angaben des Zubehörherstellers DaLuca werden getrennt ausgewiesen.

Die wichtigsten Unterschiede richtig zuordnen

Merkmal116610LN126610LN
Angegebener Gehäusedurchmesser40 mm [1]41 mm [2]
Kaliber der Originaluhr3135 [1]3235 [2]
Armband und FeinverstellungOyster, Glidelock [1]Oyster, Glidelock [2]
Zuordnung für Ersatzbänder bei DaLuca20 mm [4]21 mm [4]

Die letzte Tabellenzeile stammt aus der Modellzuordnung des Zubehörherstellers DaLuca. Sie ist keine von uns vorgenommene Messung und keine Rolex-Freigabe für ein bestimmtes Ersatzband. Der Kaliberwechsel hilft, die Generationen zu unterscheiden; er beantwortet nicht die Frage, welche Uhr bequemer sitzt.

41 mm bedeuten keine gleichmäßige Vergrößerung

Rolex beschreibt für 2020 ein überarbeitetes Gehäuse, eine veränderte Linienführung des Bands und neu gestaltete Gehäuseflanken. Die 126610LN ist deshalb nicht einfach eine in jeder Richtung gleichmäßig vergrößerte 116610LN. [3]

Unsere Einordnung der verlinkten Modellabbildungen: Die Hörner der 116610LN wirken im Verhältnis zum Band breiter und kantiger; bei der 126610LN erscheint der Übergang schlanker. Gemeint ist die sichtbare Form, nicht eine aus Fotos berechnete Maßdifferenz. Die Aufnahmen haben unterschiedliche Perspektiven und Maßstäbe. Daraus lässt sich weder eine exakte Länge über die Hörner noch ein Komfortvorsprung ableiten. [1–2]

Wer die kräftige Gehäuseform der 116610LN mag, sollte sie gezielt mit der fließenderen Kontur der 126610LN vergleichen. Für einen Größenvergleich beide Uhren am selben Handgelenk ansehen. Ein nah aufgenommenes Foto der einen Uhr und eine weiter entfernte Aufnahme der anderen sind dafür wenig aussagekräftig.

20 oder 21 mm: Bandanschluss und Bandlänge trennen

DaLuca ordnet seine 20-mm-Bänder unter anderem der Referenz 116610 zu und nennt für die 126610LN 21 mm. [4] Bei einer Ersatzbandsuche ist die genaue Referenz daher wichtiger als die pauschale Bezeichnung „Submariner“. Auch ein Band mit korrekt zugeordneter Breite muss in Endform, Stärke und Befestigung zur konkreten Uhr passen.

Die Anschlussbreite beschreibt den Platz zwischen den Hörnern einer Gehäuseseite. Sie sagt nichts darüber aus, wie lang das Band um den Arm ist oder wo die Schließe landet. Ein breiterer Anschluss ist für sich genommen weder ein Vorteil noch ein Nachteil beim Tragen. Unser Leitfaden Uhrenarmband messen: Ansatzbreite, Länge und Schließenbreite trennt diese Maße; er behandelt vor allem zweiteilige Ersatzbänder.

Aus den beiden Breitenangaben folgt insbesondere keine Austauschbarkeit kompletter Oyster-Bänder, Endlinks oder Schließen zwischen den Generationen. Für einen solchen Umbau wären die konkreten Teile und ihre Befestigung gesondert zu prüfen.

Hörner und Endlinks bestimmen den Übergang zum Arm

Bei beiden Referenzen lohnt der Blick auf das Bandende direkt am Gehäuse, auch Endlink genannt. Entscheidend für die Anprobe ist, wo das Band anschließend nach unten abknicken kann. Ein starrer Abschnitt, der über die gut aufliegende Fläche des Handgelenks hinausragt, lässt sich nicht allein durch eine andere Glidelock-Einstellung verkürzen.

  • Von oben: Wo enden die Hörner im Verhältnis zu den seitlichen Rundungen des Handgelenks?
  • Von der Seite: Folgt das erste bewegliche Bandglied dem Arm, oder bleibt zwischen Band und Haut ein deutlich abstehender Abschnitt?
  • Bei Bewegung: Bleibt die Uhr in einer angenehmen Lage, wenn Sie die Hand öffnen und schließen oder den Unterarm drehen?

Für diese Gegenüberstellung fehlen eigene Messungen der Gehäuselänge, der starren Ausdehnung mit Endlinks und des Gewichts bei gleicher Bandlänge. Deshalb nennen wir dafür keine scheinbar präzisen Vergleichswerte. Der Beitrag Uhrengröße am Handgelenk: Durchmesser, Lug-to-Lug und Sitz erklärt die unterschiedlichen Messstellen. Auch der Handgelenkumfang allein liefert keine feste Grenze zwischen „40 mm passt“ und „41 mm passt nicht“.

Glidelock hilft beiden – die Schließenposition bleibt wichtig

Glidelock gehört bereits zur hier dokumentierten 116610LN und ist auch bei der 126610LN vorhanden. [1–2] Die Wahl zwischen diesen beiden Referenzen ist somit keine Wahl zwischen „mit“ und „ohne“ Feinverstellung. Wie das System an der ausgewählten 126610LN bedient wird, zeigt unser Beitrag Glidelock und Easylink: Bandlänge im Alltag einstellen.

Für einen fairen Vergleich müssen beide Bänder passend eingestellt sein. Eine zu lockere 116610LN kann stärker wandern als eine gut angepasste 126610LN; das wäre zunächst ein Unterschied der Einstellung. Drückt dagegen eine Schließenkante, obwohl das Band nicht spannt, lohnt sich der Blick auf die Verteilung der Glieder auf der 6- und 12-Uhr-Seite. Die zweckmäßige Verteilung hängt vom tatsächlichen Sitz ab, nicht von einer universellen Zahl für jede Referenz.

Lassen Sie eine erforderliche Grundanpassung fachgerecht vornehmen und vergleichen Sie anschließend erneut. Die Feinverstellung verändert die Bandlänge; sie ändert weder die Form des Gehäuses noch die Länge des Schließendeckels.

So vergleichen Sie beide Referenzen bei der Anprobe

Der folgende Ablauf ist eine redaktionelle Prüfhilfe. Er soll Beobachtungen vergleichbar machen, keine allgemeine Rangliste der beiden Modelle erzeugen.

  1. Die konkrete Konfiguration festhalten: Referenz, montiertes Band, vorhandene Glieder und Ausgangsstellung der Feinverstellung notieren. Bei einer gebrauchten Uhr auch klären, ob Band oder Schließe ersetzt wurden.
  2. Beide Uhren passend einstellen: Nacheinander am selben Handgelenk und an derselben Stelle tragen. Eine Uhr nicht extra straff schließen, nur damit ihr Gehäuse weniger wandert.
  3. Dieselben Alltagssituationen ausprobieren: Den Unterarm auf den Tisch legen, die Hand wie beim Tippen bewegen und den üblichen Ärmel darüberziehen. Krone, Schließenkante und abstehende Bandteile getrennt beurteilen.
  4. Den Unterschied konkret benennen: Etwa „bei dieser Bandeinstellung drückt die Schließe am Tisch“ oder „das erste bewegliche Glied liegt gut an“. Erst danach entscheiden, welche Referenz in der geprüften Konfiguration besser passt.

Eine Vorliebe für die kantigere 116610LN oder die schlankere Linienführung der 126610LN ist eine nachvollziehbare gestalterische Entscheidung. Ein Urteil über den Tragekomfort braucht zusätzlich die passende Bandeinstellung und den Eindruck am eigenen Arm. Die größere Durchmesserangabe allein ist kein Grund, die 126610LN vor der Anprobe auszuschließen.

Unsere Empfehlung für den VSF-Generationenvergleich

Für die Auswahl einer schwarzen VSF-Submariner empfehlen wir diese Übersicht: Submariner-Versionsübersicht von VSF Kaliber. Sie stellt die angebotene 116610LN mit DD3135 und die 126610LN mit DD3235 gegenüber. Unsere Auswahlhilfe: Für die markante Maxi-Case-Form zuerst die 116610LN ansehen; für die schlankere Linienführung der 41-mm-Generation die 126610LN.

Für die Passform sind die dort beschriebenen Prüfpunkte an SEL, Band und Schließe besonders hilfreich. Fragen Sie zur gewählten Version nach einer Seitenansicht mit dem ersten beweglichen Bandglied sowie nach Fotos der geöffneten Schließe. Notieren Sie außerdem Handgelenkumfang und gewünschte Bandeinstellung. So wird aus dem pauschalen Vergleich „40 oder 41 mm“ eine konkrete Anfrage zur angebotenen Uhr.

Welche Konfiguration am eigenen Arm besser sitzt, entscheidet die Anprobe mit passender Bandlänge. Die oben genannten Maße und Beobachtungen der Originaluhren bleiben deren Vergleichsgrundlage; eine identische Passform der VSF-Ausführungen wird daraus nicht abgeleitet.

Transparenzhinweis: Snyper Watches und VSF Kaliber gehören zum selben Betreiberumfeld. VSF Kaliber bietet Replik-Uhren an und ist kein autorisierter Rolex-Händler.

Quellen und Einordnung

  1. Sotheby’s: Submariner 116610LN, Los 376, circa 2016 – Auktionskatalog 2025; Beschreibung und Abbildung des konkreten Originals, 40 mm, Kaliber 3135, Oyster-Band und Kataloghinweis auf Glidelock.
  2. Rolex: Submariner Date 126610LN, m126610ln-0001 – Herstellerdaten und Modellabbildung; 41 mm, Kaliber 3235, Oyster-Band und Glidelock.
  3. Rolex: Submariner – Von der Funktionsuhr zur Legende – Abschnitt zur Neugestaltung von Gehäuse und Armband im Jahr 2020.
  4. DaLuca: Modellzuordnung der Ersatzbänder für die Submariner – Angaben des Zubehörherstellers zu 20 mm bei 116610 und 21 mm bei 126610LN; keine Rolex-Montagefreigabe.

Quellenstand der Original- und Zubehörangaben: 17. Oktober 2026. Die Sotheby’s-Aufnahmen zeigen das beschriebene Auktionsobjekt. Die Anprobehinweise und die Einordnung der Abbildungen sind redaktionelle Erläuterungen. Die VSF-Submariner-Übersicht und die dort verlinkten Angebote für 116610LN und 126610LN wurden am 21. Oktober 2026 erneut gelesen.

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