Explorer II 226570 ablesen: 24-Stunden-Zeiger und zweite Zeitzone

Der orangefarbene Zeiger kann die Tageshälfte derselben Uhrzeit oder eine zweite Zeitzone anzeigen. An der originalen Explorer II 226570 erklärt der Beitrag, wie Minuten, Datum und feste Lünette dabei zusammengehören.

Bei der Explorer II gehört der orangefarbene Zeiger zur 24-Stunden-Skala auf der festen Lünette. Für einen vollständigen Umlauf benötigt er einen Tag. [1] Vor dem Ablesen muss deshalb klar sein, welcher Uhrzeit Sie ihn zugeordnet haben: der Zeit am Aufenthaltsort oder einer anderen Referenzzeit.

Bezugspunkt ist die originale Explorer II 226570, Konfiguration m226570-0001, mit weißem Zifferblatt, 42-mm-Gehäuse und Kaliber 3285. [1] Die folgenden Beispiele sind redaktionelle Erklärungen und Rechnungen, keine Beobachtungen an einer von uns getesteten Uhr.

Eine Anzeige, zwei mögliche Aufgaben

Die Rolex-Anleitung beschreibt zwei Nutzungen: Beide Stundenzeiger können dieselbe Zeit in unterschiedlichen Formaten darstellen. Alternativ bleibt Orange bei einer Referenzzeit, während der gewöhnliche Stundenzeiger die Ortszeit zeigt. Die Minuten werden in beiden Fällen am normalen Minutenzeiger abgelesen. [2]

Eine nützliche Notiz vor dem Einstellen lautet daher beispielsweise „Orange = Zuhause“. Nach einer Reiseanpassung bedeutet eine abendliche Referenzanzeige dann nicht automatisch, dass es auch am Aufenthaltsort Abend ist. Ohne diese Zuordnung kann eine technisch korrekt eingestellte Uhr beim Lesen trotzdem zu einer falschen Schlussfolgerung führen.

10:30 oder 22:30: Die Hauptzeiger sehen gleich aus

Für dieses Beispiel zeigen beide Stundenzeiger dieselbe Ortszeit. Die Hauptzeiger stehen morgens und abends gleich; die orangefarbene Anzeige unterscheidet die beiden Zeitpunkte. Die Positionen in der letzten Spalte beziehen sich ausschließlich auf die äußere 24-Stunden-Skala.

Tatsächliche UhrzeitHauptzeigerOrangefarbener Zeiger
10:30 UhrStundenzeiger zwischen 10 und 11; Minutenzeiger bei 30 Minuten.Auf halbem Weg von der Stundenposition 10 zur 11.
22:30 UhrDieselbe Stellung wie um 10:30 Uhr.Auf halbem Weg von der Stundenposition 22 zur 23.

Der orangefarbene Zeiger liegt bei einer halben Stunde also zwischen zwei Stundenpositionen. Für die genaue Minutenzahl benutzen Sie den Minutenzeiger. Die Angabe „Tag/Nacht“ bezeichnet hier die zeitliche Einordnung innerhalb des 24-Stunden-Tages. Sie ist kein Nachweis dafür, ob draußen gerade Tageslicht herrscht.

Zwei Orte: Das Datumsfenster gehört zur Ortszeit

Bei der Explorer II ist das Datum mit dem gewöhnlichen Stundenzeiger und damit der Ortszeit verbunden. Beim Verstellen dieses Zeigers über die lokale Mitternacht wird das Datum entsprechend angepasst. [2] Eine zusätzliche Datumsanzeige für die Referenzzeit gibt es bei der ausgewählten Ausführung nicht. [1]

Gedachtes Beispiel: Am Referenzort ist es am 19. Oktober 21:40 Uhr. Der Aufenthaltsort liegt für diese Rechnung genau sechs Stunden voraus. Dort ist es gleichzeitig bereits am 20. Oktober 03:40 Uhr. Eine korrekt zugeordnete Anzeige ergibt dann:

  • Orange: Referenzstunde zwischen 21 und 22 auf der Lünette; zusammen mit dem Minutenzeiger ergibt das 21:40 Uhr.
  • Gewöhnlicher Stundenzeiger: Ortszeit 03:40 Uhr, abgelesen mit demselben Minutenzeiger.
  • Datumsfenster: die Zahl 20 für den Aufenthaltsort.

Die Datumszahl 20 ist daher kein Fehler, obwohl am Referenzort noch der 19. gilt. Umgekehrt würde eine Referenzablesung von 21:40 Uhr allein nicht beweisen, dass der gewöhnliche Stundenzeiger auf 03:40 statt 15:40 eingestellt ist. Dafür muss seine Tageshälfte korrekt eingerichtet sein.

Die sechs Stunden sind frei gewählt. Das Beispiel beschreibt gleichzeitige Ablesungen und keine Flugzeit; es setzt keine bestimmte Städtepaarung oder saisonale Zeitregel voraus.

Wo halbe und Viertelstunden an eine Grenze stoßen

Die Originalreferenz besitzt einen unabhängig in ganzen Stunden verstellbaren gewöhnlichen Stundenzeiger. [1] Zusammen mit dem gemeinsamen Minutenzeiger ergibt sich eine praktische Grenze für zwei gleichzeitig korrekt ablesbare Ortszeiten.

Ändern wir die Rechnung auf +5 Stunden 30 Minuten: Aus 21:40 Uhr am 19. Oktober wird 03:10 Uhr am 20. Oktober. Nun müssten am selben Minutenzeiger zugleich 40 und 10 Minuten abzulesen sein. Das geht nicht. Ein bloßer Stundensprung löst diese Abweichung nicht; beim Verändern der Minuten würde auch die Referenzablesung verändert.

Diese Grenze ist eine Folgerung aus der beschriebenen Zeigeranordnung, kein eigener Funktionstest. Entsprechend lassen sich auch Zeitunterschiede mit einem Viertelstundenanteil nicht als zwei vollständige Uhrzeiten mit demselben Minutenzeiger abbilden. Für eine solche Kombination die zweite Ortszeit separat berechnen oder zusätzlich anzeigen lassen.

Vor dem Ablesen die Zuordnung kontrollieren

Laut Anleitung werden Referenzstunde und Minuten zuerst in Kronenposition 3 eingestellt; danach folgen Datum und gewöhnlicher Stundenzeiger in Position 2. Position 3 entspricht der zweiten, Position 2 der ersten herausgezogenen Raststufe. Für Details gilt die verlinkte Explorer-II-Anleitung. Nach dem Einstellen die Krone sorgfältig verschrauben und nicht unter Wasser betätigen. [2]

Den Umgang mit dem Gewinde erklärt Verschraubte Krone lösen und wieder schließen. Für die eigene Kontrolle reichen zunächst drei schriftliche Angaben: die gewünschte Referenzzeit, die vollständige Ortszeit und das lokale Datum. Damit lässt sich prüfen, ob nur die Ablesung verwechselt wurde oder bereits die Ausgangseinstellung falsch war.

Die feste Lünette bleibt an ihrem Platz

Der Außenring dieser Explorer II ist feststehend. [1] Er wird weder zum Verschieben einer Zeitzone noch zum Markieren eines Pausenbeginns gedreht. Versuchen Sie daher nicht, ihn mit Kraft wie eine Drehlünette zu bewegen.

Die ähnlich wirkenden äußeren Skalen anderer Modelle haben andere Aufgaben. Der Vergleich von Submariner- und GMT-Master-II-Lünette erläutert die dort verwendeten drehbaren Ringe. Beim hier behandelten Modell entsteht eine andere Zeitzuordnung durch die Zeigereinstellung; die 24-Stunden-Skala bleibt unverändert.

Quellen und Geltungsbereich

Quellen geprüft am 19. Oktober 2026. Für eine VSF-Replik liegt diesem Beitrag kein datiertes, eindeutig einer Version zugeordnetes Funktionsprotokoll vor. Die beschriebenen Originalfunktionen bestätigen daher weder die Kronenbelegung noch das Schaltverhalten eines angebotenen Nachbaus. Rechenbeispiele ersetzen keine Prüfung eines konkreten Exemplars.

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